Gasthof zum Hirschen

Chronik

Wir freuen uns, Sie in unserem traditionsreichen Gasthof „Zum Hirschen“ begrüßen zu dürfen. Bei Renovierungsarbeiten wurde in einer Treppenstufe ein Haussegen mit der Aufschrift „1620“ gefunden. Dies weist darauf hin, dass der Ort an dem wir uns befinden, auf eine fast 400-jährige Tradition zurück blickt. Die erste Nennung eines Wirtshauses ist im Salbuch von Gunzenhausen, Amt Wald, im Jahre 1471 zu finden. Eine weitere Nennungen kann man in den Jahren 1532 und 1610 finden bei denen gleichzeitig die Schankrechte genauestens beschrieben wurden. Da in den 1620er Jahren in Wald während des 30-jährigen Krieges 69 Häuser zerstört wurden kann man mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen, dass es sich bei den genannten Gasthof um den Vorgängerbau des heutigen Gasthofes "Zum Hirschen" handelt. Ein weiterer Hinweis dafür ist der große Gewölbekeller welcher einen heute leider ausgetrockneten Brunnen beinhaltet.

In früheren Zeiten befand sich in Wald eine Wasserburg. Einer der namentlich berühmtesten Besitzer des Ortes und der Burg war der Raubritter Eppelein von Gailingen. Nach den Streitigkeiten des Raubritters mit den Burggrafen von Nürnberg ließen diese die Wasserburg 1375 zerstören.

Eine erste Nennung einer Wirtschaft in Wald findet man im Salbuch Gunzenhausen, Amt Wald - 1471 - Ruprecht der Wirt. In einem weiteren Salbuch ist dann im Jahre 1532 bei der Auflistung der Einwohner und Güter zu finden: Veit Wirt hat ein Haus, Stadel, Schenkstatt und Stallungen (Zu dieser Zeit gab es nur selten Nachnamen, um die Personen eindeutig zu Benennen wurde in der Regel der Ort oder Beruf als Namenszusatz genannt). Weiterhin ist in diesem Sallbuch zu lesen: 

"Der Wirt hier zu Wald soll keinem Inwohner am Sonntag oder den gebotenen Feiertagen weder Essen noch Trinken geben bis nach der Predigt un nach dem Amt, bei Buß eines halben Gulden. Davon der Wirt ein Ort und der Gast auch ein Ort (Ort = Geldeinheit) geben sollen. Davon gebührt der Oberhand ein Ort und dem Ansager auch ein Ort."

Im Jahre 1620 gehörte der Ort Wald zum Fürstentum der Markgrafen von Ansbach-Brandenburg. 1626 verliehen diese das Amt und Schloss Wald an den Baumeister Zocha. Nach dem Tod des letzten der kinderlosen Familie Zocha fiel das Schloss wieder an die Markgrafen zurück. Zu dieser Zeit regierte der Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich (1712 – 1757) – auch unter dem Namen „der Wilde Markgraf“ bekannt –, welcher es 1752 seinem Sohn Friedrich Ferdinand Ludwig übereignete.

Friedrich Ferdinand war eines von vier Kindern, die aus der Liaison mit der Müllerstochter Elisabeth Wünsch hervor gingen. Um seine morganatischen Söhne aus dieser Beziehung im Adel fest zu etablieren veranlasste der Wilde Markgraf, dass seinen Söhnen der Adelstitel „Freiherrn von Falkenhausen“ verliehen wurde. Das Schloss in Wald wird noch heute von Nachkommen des Friedrich Ferdinand von Falkenhausen bewohnt. Es ist anzunehmen, dass in der langen Tradition des Gasthofes die oben genannten Persönlichkeiten und viele weitere das gute Essen und die Gastlichkeit im Gasthof „Zum Hirschen“ regelmäßig genossen haben.

1926 erwarb die Familie Baumeister durch Tausch den Gasthof zum Hirschen. Vorher führte die Familie Baumeister jahrelang das Gasthaus „Zum Deutschen Eck“ in Steinabühl (einem Ortsteil von Wald). Drei Generationen führten den Hirschen bis im Herbst 2016 Hermine Glotz, geborene Baumeister, in den wohlverdienten Ruhestand ging.  2013 Erwarb die Familie Moezer den Gasthof nach dem Tod von Hermann Baumeister. Im gleichen Jahr wurde mit den ersten Renovierungsarbeiten begonnen, während Hermine Glotz das Objekt weiter betrieb. 

Im März 2016 wurde durch den Bezirk Mittelfranken der Gasthof im Rahmen der Denkmalprämierung für hervorrangende denkmalpflegerische Leistungen mit einer Urkunde geehrt.

Im Herbst 2016 wurde dann schließlich mit den Renovierungsarbeiten in der Küche, dem Hauseingang, Gastraum und Nebenzimmer sowie im Saal und den Sanitärräumen begonnen, welche im Dezember abgeschlossen wurden. Seit Dezember 2016 wird der Gasthof von der Familie Moezer betrieben.

Brauereien – die Quellen des guten Bieres – sind immer eng mit Gasthäusern verbunden. Lange Lieferbeziehungen zeugen von Qualität und Vertrauen. Seit 1914 bezieht der Gasthof, bzw. dessen Eigentümer, ihr Bier von der Tucher Bräu Nürnberg, vormals Hürner Bräu Ansbach. Tradition und regionale Verbundenheit, kurze Lieferwege und hohe Qualität das sind die Werte auf die wir schauen. Aus diesem Grund beziehen wir unsere Waren von Partnern aus der Region. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Bianca, Michaela und Guido

Wo steht der Hirsch? - In Wald!

Wo Gastlichkeit und gutes Essen zuhause sind.

Das Original am Altmühlsee.

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